Willi Gutmann im Museum Villa Seiz

Gutmann in der Villa Seiz

Am 20. Oktober 2018 wurde im Museum Villa Seiz in Schwäbisch Gmünd eine Ausstellung mit Werken des Schweizer Bildhauers Willi Gutmann (1927 – 2013) eröffnet. In dem wunderbaren Ambiente der Jugendstil-Villa des Bildhauers Max Seiz (* 1927) ist eine Auswahl der Skulpturen von Willi Gutmann aus drei Jahrzehnten zu sehen, gemeinsam mit fotorealistischen Kohlezeichnungen des amerikanischen Künstlers Dan Pyle, der während der Ausstellungseröffnung ein Frauenporträt zeichnete. Zum Schaffen von Willi Gutmann sprachen der Kurator Mischa Klaus von kunstgenuss.ch sowie Axel Wendelberger. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Pit Gutmann (Schlagzeug / Perkussion) und Günter Doblies (Gitarre). Die Ausstellung ist bis zum 9. Dezember 2018 zu sehen (geöffnet jeweils Fr – So, 15 – 18 Uhr). Zur Finissage am 9. Dezember um 15 Uhr wird der Schweizer Schauspieler und Clown Marcel Joller Kunz in einer Lesung unter dem Motto «So kann man ES auch sehen» einen humorvoll-poetischen Blick auf die Werke von Willi Gutmann eröffnen, begleitet vom Perkussionisten Pit Gutmann: «So kann man ES auch hören»…

Website des Museums

Koslar liest Wendelberger



Michael Koslar liest einen Text von Axel Wendelberger über den Maler Malte Sonnenfeld. Die humorvolle Videocollage eröffnet einen Blick in das Schaffen des Kölner Künstlers.

Hier der Text zum Mitlesen…

Pit Gutmanns Klangwelten

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Der Schweizer Musiker Pit Gutmann ist ein Liebhaber der perkussiven Klangmalerei, aber auch ein starker Rhythmiker und kommunikativer Improvisator. Er wird als multistilistischer Grenzgänger zwischen den musikalischen Sparten beschrieben, der sich sowohl in streng organisierter als auch in freier Musik wohl fühlt. In seinem Spiel verbindet er traditionelle Perkussionsinstrumente mit Klangobjekten von Martin Spühler, Willi Gutmann, skulpturalen Eigenentwicklungen und gemeinsam mit dem Bildhauer Ruedi Sommerhalder entworfenen Klangskulpturen.

Pit Gutmann gehört zu den eigenständigsten und kreativsten Schweizer Perkussionisten. Er bietet neue Klangerlebnisse in Verbindung mit innovativen Trommelformen und gestalteten Klangkörpern. Gleichzeitig ergründet er Möglichkeiten der Einbeziehung visueller Eindrücke in seine Konzerte, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der Kompositionen wie Improvisationen zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis werden. In den 1970er Jahren entdeckte der Musiker gemeinsam mit seinem Vater, dem Bildhauer Willi Gutmann die interessanten Klangeigenschaften einiger Skulpturen von Willi Gutmann, die dieser daraufhin weiter entwickelte.

Aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung zum 90. Geburtstag von Willi Gutmann am 2. Dezember 2017 im Atelier Meerkatze gab er eine weitere Kostprobe dieser faszinierenden Klänge. Zum Einsatz kamen Klangskulpturen von Martin Spühler und Willi Gutmann sowie selbst entwickelte Instrumente.

Bersprechung im Rundblick Siebengebirge vom 30. Dezember 2017 (PDF)

Individuell und expressiv – Werke von Maviie Mauer

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Bereits früh fand Maviie Mauer in der Malerei für sich das adäquate Medium des Ausdrucks individueller Befindlichkeiten. Geboren 1970 in der Nähe von Berlin und aufgewachsen in der DDR, begann sie nach dem Schulabschluss ihre inzwischen fast ein Vierteljahrhundert währende künstlerische Laufbahn. Jenseits akademischer Schulung und ohne nennenswerte Vorbilder erarbeitete sie sich eine eigene Bildsprache, teilweise während ausgedehnter Studienaufenthalte u.a. in Kuba, Mexiko und den USA.

Ihre Kunst ist erklärter Selbstausdruck und damit expressiv. Die immer wiederkehrenden Bildelemente Punkt und Linie variiert Maviie Mauer unermüdlich zu künstlerisch gültigen Kompositionen, die «gelesen» werden können – als ungegenständliche Gestaltungen ebenso, wie als poetische Reflexionen mit durchaus gegenständlichen Anspielungen und biografischen Bezügen. So entstehen gelegentlich aus verfließenden Farbtupfern Bilder von Vogelschwärmen. Das Wahrzeichen ihrer Heimatstadt Berlin, der Fernsehturm mit seiner unverkennbaren Silhouette, taucht in einigen Arbeiten auf, vereinzelt auch verschlüsselte Portraits.

Das erstaunlich kohärente Werk von Maviie Mauer entzieht sich der simplen Einordnung in gängige stilistische Kategorien. Der Berliner Malerin geht es in ihrem Schaffen um eine sehr persönliche künstlerische Interpretation der Welt, ihrer Welt: «In meinen Bildern, in meiner Kunst, darf ich noch ich selbst sein. Wo bitte könnte ich mir sonst diesen Raum diese Möglichkeit schaffen, nicht auf eine Rolle festgelegt zu werden? Diese ‹innere Wahrheit› und der Versuch, sie mit den Menschen zu teilen, bedeutet mir sehr viel», sagte sie einmal.

Die Ausstellung im Atelier Meerkatze zeigt 13 grossformatige Arbeiten in Acryl bzw. Mischtechnik auf Leinwand. Daneben sind 20 kleinformatige, meist monochrome Werke in Mischtechnik auf Karton aus der im Jahr 2017 begonnenen «R-Serie» zu sehen. Am Samstag, dem 14. Oktober, um 18 Uhr wird die Ausstellung im Beisein der Künstlerin eröffnet. Geöffnet ist sie am 15. und 16. Oktober 2017, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Danach können die Werke noch bis zum 10. November 2017 nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Website Maviie Mauer
Einladung zur Ausstellungseröffnung (PDF)
Besprechung im Bonner General-Anzeiger vom 18. Oktober 2017
Bersprechung im Rundblick Siebengebirge vom 4. November 2017 (PDF)

Willi Gutmann Collection eröffnet

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Mit einer öffentlichen Besichtigung am neuen Standort in Rüti, Glarus Süd (Schweiz) wurde am 23. / 24. September 2017 die Willi Gutmann Collection eröffnet. Nachdem Willi Gutmann 2013 im Alter von 85 Jahren verstorben war, mußte sein Scheunenatelier in Oberhasli / ZH geräumt und der Nachlass des Bildhauers umgelagert werden. Die Werke fanden ein vorläufiges Heim im Areal der ehemaligen Füglister AG in Dietikon / ZH, wo sie geordnet, teilweise restauriert und wissenschaftlich aufgearbeitet wurden. Im Oktober 2016 fand dort auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern eine große Retrospektive mit 185 Skulpturen sowie weiteren, malerischen Arbeiten und Drucken statt. Zur Ausstellung erschien im Kehrer Verlag Heidelberg Berlin die von Axel Wendelberger herausgegebene Monografie über das bildhauerische Schaffen des Ausnahmekünstlers.

Im Frühjahr 2017 wurde die Willi Gutmann Collection von Dietikon nach Rüti, Glarus Süd überführt und dort in einer ehemaligen Wollweberei als Schausammlung eingerichtet, wo sie von nun an der interessierten Öffentlichkeit zugängig ist. Neben Werken von Willi Gutmann sind auch keramische Arbeiten seiner Lebensgefährtin Suzanne Monard zu sehen. Der Charakter eines Wohnateliers in der ländlichen Umgebung des Glarnerlandes soll an Gutmanns ehemaliges Scheunenatelier im Zürcher Unterland erinnern. Wissenschaftlich wurde die Präsentation der Sammlung von Axel Wendelberger betreut. Begleitet wurden die beiden Eröffnungstage durch musikalisch-literarische Intermezzi mit Roland Schiltknecht (Hackbrett), Pit Gutmann (Klangskulpturen / Perkussion) und Marcel Joller-Kunz (Lesung / Performance). Die Veranstaltung fand großen Zuspruch beim interessierten Publikum.

Bericht in der Glarner Woche, Glarus vom 20. September 2017 (PDF)
Informationsbroschüre über die Willi Gutmann Collection (PDF)