Willi Gutmann

Willi Gutmann Collection eröffnet

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Mit einer öffentlichen Besichtigung am neuen Standort in Rüti, Glarus Süd (Schweiz) wurde am 23. / 24. September 2017 die Willi Gutmann Collection eröffnet. Nachdem Willi Gutmann 2013 im Alter von 85 Jahren verstorben war, mußte sein Scheunenatelier in Oberhasli / ZH geräumt und der Nachlass des Bildhauers umgelagert werden. Die Werke fanden ein vorläufiges Heim im Areal der ehemaligen Füglister AG in Dietikon / ZH, wo sie geordnet, teilweise restauriert und wissenschaftlich aufgearbeitet wurden. Im Oktober 2016 fand dort auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern eine große Retrospektive mit 185 Skulpturen sowie weiteren, malerischen Arbeiten und Drucken statt. Zur Ausstellung erschien im Kehrer Verlag Heidelberg Berlin die von Axel Wendelberger herausgegebene Monografie über das bildhauerische Schaffen des Ausnahmekünstlers.

Im Frühjahr 2017 wurde die Willi Gutmann Collection von Dietikon nach Rüti, Glarus Süd überführt und dort in einer ehemaligen Wollweberei als Schausammlung eingerichtet, wo sie von nun an der interessierten Öffentlichkeit zugängig ist. Neben Werken von Willi Gutmann sind auch keramische Arbeiten seiner Lebensgefährtin Suzanne Monard zu sehen. Der Charakter eines Wohnateliers in der ländlichen Umgebung des Glarnerlandes soll an Gutmanns ehemaliges Scheunenatelier im Zürcher Unterland erinnern. Wissenschaftlich wurde die Präsentation der Sammlung von Axel Wendelberger betreut. Begleitet wurden die beiden Eröffnungstage durch musikalisch-literarische Intermezzi mit Roland Schiltknecht (Hackbrett), Pit Gutmann (Klangskulpturen / Perkussion) und Marcel Joller-Kunz (Lesung / Performance). Die Veranstaltung fand großen Zuspruch beim interessierten Publikum.

Bericht in der Glarner Woche, Glarus vom 20. September 2017 (PDF)
Informationsbroschüre über die Willi Gutmann Collection (PDF)

Pit Gutmanns Klangwelten

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Der Schweizer Musiker Pit Gutmann ist ein Liebhaber der perkussiven Klangmalerei, aber auch ein starker Rhythmiker und kommunikativer Improvisator. Er wird als multistilistischer Grenzgänger zwischen den musikalischen Sparten beschrieben, der sich sowohl in streng organisierter als auch in freier Musik wohl fühlt. In seinem Spiel verbindet er traditionelle Perkussionsinstrumente mit Klangobjekten von Martin Spühler, Willi Gutmann, skulpturalen Eigenentwicklungen und gemeinsam mit dem Bildhauer Ruedi Sommerhalder entworfenen Klangskulpturen.

Pit Gutmann gehört zu den eigenständigsten und kreativsten Schweizer Perkussionisten. Er bietet neue Klangerlebnisse in Verbindung mit innovativen Trommelformen und gestalteten Klangkörpern. Gleichzeitig ergründet er Möglichkeiten der Einbeziehung visueller Eindrücke in seine Konzerte, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der Kompositionen wie Improvisationen zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis werden. In den 1970er Jahren entdeckte der Musiker gemeinsam mit seinem Vater, dem Bildhauer Willi Gutmann die interessanten Klangeigenschaften einiger Skulpturen von Willi Gutmann, die dieser daraufhin weiter entwickelte.

Aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung zum 90. Geburtstag von Willi Gutmann am 2. Dezember 2017 im Atelier Meerkatze gab er eine weitere Kostprobe dieser faszinierenden Klänge. Zum Einsatz kamen Klangskulpturen von Martin Spühler und Willi Gutmann sowie selbst entwickelte Instrumente.

Bersprechung im Rundblick Siebengebirge vom 30. Dezember 2017 (PDF)

Willi-Gutmann-Retrospektive in Dietikon bei Zürich

Willi-Gutmann-Retrospektive 2016

Vom 22. bis 30. Oktober 2016 fand in Dietikon bei Zürich eine Retrospektive des Schweizer Künstlers Willi Gutmann statt. Auf 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurden 185 Skulpturen aus allen Schaffensphasen des Künstlers gezeigt. Es waren Werke aus Aluminium, Messing, Kupfer, Edelstahl und Holz von wenige Zentimeter hohen Miniaturen bis hin zu drei Meter hohen Monumentalskulpturen ausgestellt. Daneben wurden Arbeiten auf Papier gezeigt. Die Auswahl bot einen repräsentativen Einblick in das Gesamtschaffen von Willi Gutmann. Viele Arbeiten wurden für die Ausstellung restauriert und waren seit ihrer Entstehungszeit zum ersten Mal wieder öffentlich zu sehen. Zur Ausstellung erschien im Kehrer Verlag Heidelberg Berlin die erste monografische Buchpublikation über den Künstler, herausgegeben von Axel Wendelberger, mit einer Einführung von Haig Khachatoorian und Essays von Pit Gutmann und Axel Wendelberger.

Bericht im Zürcher Unterländer vom 21.10.2016

Willi-Gutmann-Buch erschienen

Willi Gutmann Buchtitel

Nach über zwei Jahren Arbeit ist im Kehrer Verlag Heidelberg Berlin die erste Monografie über Willi Gutmann (1927 in Dielsdorf / Schweiz – 2013 in Oberhasli / Schweiz) erschienen. Der Schweizer Künstler hat zeitlose Werke von bestechender Schönheit geschaffen. Seine größte Arbeit, eine 24,50 Meter hohe Skulpturengruppe, steht in San Francisco. Das kleinste Werk ist ein zerlegbarer Würfel mit einer Kantenlänge von 1 cm. Solche Gegensätze – Monumental / Miniatur, Zerteilen / Zusammenfügen, Positiv / Negativ, Konstruktiv / Organisch – kennzeichnen Willi Gutmanns Kunst. Das Einbeziehen des Betrachters in das Endresultat eines Kunstwerkes war ihm ein zentrales Anliegen.

Willi Gutmanns variable Skulpturen stellen einen einzigartigen Beitrag zur kinetischen Kunst dar, dessen angemessene Würdigung bis heute aussteht. Nach abgeschlossenem Studium an der Kunstgewerbeschule Zürich eröffnete Willi Gutmann ein Büro für Innenarchitektur, war jedoch immer auch künstlerisch tätig. Seit 1965 arbeitete er ausschließlich als freischaffender Bildhauer. Bereits drei Jahre später wurden Monumentalskulpturen von ihm in den USA und in Mexiko aufgestellt. Dieses Buch ist die erste umfassende Publikation über das bildhauerische Schaffen des Ausnahmekünstlers.

Herausgeber: Axel Wendelberger
Mit Texten von Pit Gutmann, Haig Khachatoorian und Axel Wendelberger
Gestaltet von Axel Wendelberger
Festeinband mit Schutzumschlag, 24 x 30 cm
176 Seiten, 200 Farb- und S/W-Abb.
ISBN 978-3-86828-760-8
Euro 39,90

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